Gute Teams bestehen aus Menschen und Dingen. Ich baue sie —
so fest wie nötig, so beweglich wie möglich.
Meine Spezialität: mit Artefakten Menschen zusammenbringen.
Ein Drehplan bringt dreißig Leute durch einen Tag, ein
Bericht Business und IT an einen Tisch — und diese Seite
einen Lebenslauf ins Gespräch. Drehbücher und Webseiten am
Anfang, SQL, Datenmodelle und ein eigenes Power-BI-Visual
heute — das sind nur die Enden der Reise. Der Kern bleibt
derselbe: verstehen, was zwischen Menschen passieren muss,
und das Ding bauen, das es passieren lässt.
Zwei Teilzeitrollen, ein Handwerk: Datenmodelle, die Fachbereiche
wirklich benutzen.
Data Warehouse Specialist
Supernova Groupseit
Teilzeit, Graz (hybrid). Planung, Aufbau und Betrieb eines
Data Warehouse (Power BI / Fabric, SQL, Python).
Data Analyst
Neurothseit
Teilzeit, Graz. Entwicklung von Datenmodellen und Berichten aus
der Perspektive des Marketings (Power BI / Fabric, SQL,
Python) — und die Übersetzung zwischen Fachbereich und Technik.
Wie wird aus einem Systems Analyst der, der das Datenmodell der
Firma plant? Station für Station.
Systems Analyst — Product Engineering & Product Management
XAL GmbH, Graz (Leuchtenindustrie) –
Leitung des Power-BI-Gremiums (2022/23): Planung einer neuen
Data-Warehouse-Struktur auf Microsoft-Basis — zwei ERP-Systeme,
PIM und SharePoint als Quellen; Modelle und Reports in Excel
und Power BI (SQL, SSAS); Koordination der
DWH-Anpassungen über Azure DevOps.
Projektleitung der Einführung der neuen EU-Energielabels
(2020–2022).
Product Owner der Inhouse-PIM-Entwicklung (2016–2023;
Django/Python/PostgreSQL; Backend der Produkt-Website mit
über 10.000 Produkten).
Entwicklung und Rollout vieler kleiner Tools — Excel,
Power BI, Power Automate, Power Apps, SharePoint,
SmartSheet; und analog: Pinnwand, Karten, Flipchart.
Organisationsentwicklung neuer Rollen und Prozesse in der
Produktentwicklung (2016–2018).
Ein Jahr auf eigene Rechnung — und die schnellste Schule, die ich je
besucht habe.
Founder
Forgetit.io –
Entwicklung einer Zeitmanagement-Software. Ein intensives Jahr
in der Start-up-Community — Lean Startup, Agile, Kickstarter,
Social Media. Entstanden aus der Gründungsgarage der Uni Graz.
Projektmanagement zuerst, dann sieben Jahre Universität Graz —
BWL, Soziologie, Gründungsgarage — und zuletzt das Weitergeben.
Studium
Karl-Franzens-Universität Graz2008 – 2015
Betriebswirtschaft, Soziologie, Gründungsgarage.
Der Zugang zuerst: Studienberechtigungsprüfung 2008 – 2010,
ohne Matura. Dann drei Semester Betriebswirtschaft
(2010 – 2011, 45 ECTS) und der Wechsel in die
Soziologie (2011 – 2014, Prüfungen im Umfang von
168 ECTS, ohne Abschlussarbeit). Zum Schluss die
Gründungsgarage am Institut für Unternehmensführung und
Entrepreneurship (2014 – 2015): dort entstand die iOS-App
„Forget it!“, aus der 2015 die Gründung von
Forgetit.io wurde.
Generalistischer Projektmanager
Activity2006 – 2007
Zweisemestrige Ausbildung im Ausmaß von 1175 Stunden.
Systemisches Projektmanagement, NLP, dazu Basics in
Accounting, Controlling, Arbeitsrecht und Coaching.
Zertifikate
Lehrlingsausbilder WIFI Steiermark, 2022
Professional Scrum Master I Scrum.org, 2015
IPMA Level D Activity, 2007
NLP-Practitioner Activity, 2007
Rettungssanitäter Jägerbataillon 25, 2003
Schule
BORG Hasnerplatz1998 – 2002
MHS Ferdinandeum1994 – 1998
Volksschule Engelsdorf1989 – 1994
Oberstufe im Informatikzweig, davor Musikhauptschule.
Vor den Daten kam der Film: fünf Jahre in Produktion, Aufnahmeleitung
und Ausstattung — Projektmanagement unter Echtzeitbedingungen.
Filmografie auf Crew United
Produktion & Aufnahmeleitung
Aufnahmeleitung heißt: der Drehplan ist dein Produkt. Wer
wann wo steht, ob das Catering vor der Mittagsszene da ist,
was passiert, wenn der Hauptdarsteller im Stau steht — und
die Deadline heißt jeden Abend Drehschluss. Bei den
ORF-Dokus kam die Planung ganzer Produktionen dazu;
„Zwischen-Pass“ war dann mein eigener Film, von Buch
bis Schnitt.
Angefangen als Praktikant in der Innenrequisite, beim
Bayerischen Rundfunk. Ausstattung ist das Handwerk hinter
dem Bild: jedes Ding im Bild hat jemand dorthin gestellt.
Man lernt Listen, Logistik und den Blick dafür, was eine
Szene glaubwürdig macht. Im Modell zählt davon nur ein
Viertel als Projektmanagement — wer Requisiten schleppt,
übt Handwerk, nicht Koordination.
Setrequisite
„Oben Ohne“ — TV-Serie, ORF; Star*Film
Setrequisite
„Novotny & Maroudi“ — TV-Serie, ORF08 – 09/2005
Set Decorator
„Heile Welt“ — Kurzspielfilm
Ausstattungspraktikum, dann Setrequisite
„8x45: Bis in den Tod“ — TV-Reihe, ORF01 – 03/2005
Requisitenhilfe (Praktikum)
„In einem anderen Leben“ — TV-Film, BR12/2003 – 01/2004
Dieselben Kenntnisse, gerechnet statt behauptet: eine Lernstunde
zählt wie zwei Übungsstunden. Über den Strich bei 10.000 kommen
genau zwei — und es sind die zwei mit fünf Sternen.
Gezeichnet mit
ggpbi.
Projektmanagement
Gelernt am Filmset, wo der Drehplan das Produkt ist und Drehschluss jeden Abend Deadline: dreißig Leute, ein Plan, und wenn das Wetter kippt, kippt der ganze Tag mit. Wer das ein paar Jahre macht, kann Projektmanagement, bevor er das Wort benutzt.
Die Theorie kam 2006 — zwei Semester systemisches Projektmanagement bei Activity, IPMA Level D; über den Lehrgang kamen auch der radikale Konstruktivismus und, über Gareis, die BWL. Danach Scrum im Startup, zuletzt die EU-Label-Einführung bei XAL: ein Projekt quer durch die ganze Firma.
Die BWL hat eine Lücke hinterlassen: zwischen dem, was im Lehrbuch steht, und dem, was in einer Firma wirklich passiert. Der Wöhe hat tausend Seiten, und die Lücke erklärt er nicht. Mintzberg hat sie geschlossen — er beschreibt Management so, wie es beim Zuschauen aussieht.
Die Praxis kam bei XAL: Organisationsentwicklung in der Produktentwicklung, Product Owner des eigenen PIM, das Power-BI-Gremium, Ausbilderschein. Aktuelle Spur: Komplexitätsforschung und Edge of Chaos — wie viel Ordnung eine Firma braucht und wie viel Bewegung.
Die schnellste Marketingschule: In der Gründungsgarage haben wir eine App konzipiert, die niemand bestellt hatte — wenn keiner kauft, hilft keine Theorie. Aus der App wurde Forgetit, aus Forgetit zwei Jahre Gründerdasein: Lean Startup, Pitching, Kickstarter, Social Media.
Heute sitze ich auf der anderen Seite des Tisches: bei Neuroth baue ich Datenmodelle aus der Marketing-Perspektive — dieselben Fragen, beantwortet mit Daten statt Bauchgefühl. Heuer im Frühling kam die Theorie nach: Sharps „How Brands Grow", Binet & Field.
Seit 2016 täglich: Sternschemata, DAX, SSAS, Fabric — acht Jahre XAL, jetzt Neuroth und Supernova, dazu das Python-Backend einer Produktwebsite mit über 10.000 Produkten. Der Zweck von allem: Datenmodelle, die Zusammenhänge sichtbar machen.
Die Bücher decken dieses Feld kaum ab; was ich weiß, kommt aus dem Tun und aus dem Netz — allen voran Guy in a Cube. Ein Buch ragt heraus: Wilkinsons „The Grammar of Graphics". Daraus wurde ggpbi, mein eigenes Power-BI-Visual.
Fast vollständig aus dem Studium: die Vorlesungen, die Übungen dazu, später das, was der Beruf braucht. Das Lehrbuch dazu steht im Regal — Bamberg, Baur, Krapp, gelesen 2010 im BWL-Jahr.
Ein Feld, in dem ich ziemlich genau weiß, wo meine Grenze liegt — und das ist mir lieber als eines, in dem ich es nicht weiß. Kahneman und Silver kamen viel später, als Einordnung, nicht als Grundlage.
Die Drehbuchbücher kamen vor den Filmen, nicht mit ihnen: Field, McKee, Aristoteles, Mamet, Freuds „Witz" — alle vor 2003. Erst gelesen, dann gedreht: Fünf Jahre Film waren die Übung.
Das dickste Buch der Spalte ist keines übers Schreiben — auf 1.250 Seiten „Krieg und Frieden" führt Tolstoi hundert Figuren, ohne eine zu verlieren. Heute baut das Handwerk Berichte, die jemand versteht und im besten Fall behält. Ein Dashboard ist auch eine Geschichte, nur kürzer.
Das jüngste Feld und das einzige ohne ein einziges Buch — keines wäre schnell genug. Was ich weiß, kommt aus dem täglichen Gebrauch: bei der Arbeit, privat, überall.
Gelernt wird auf YouTube, auffällig anders als bei Power BI: dort ein Kanal mit dreiundachtzig Videos, hier viele Kanäle mit je zwei, drei. So sieht Lernen aus, bevor sich ein Feld setzt — man abonniert nicht, man beobachtet.
Begonnen hat es mit einem Türschließer: Auf dreizehn Seiten beschreibt Latour, wie ein Stück Metall die Arbeit eines Portiers übernimmt — danach war Soziologie kein Fach mehr, sondern eine Brille. Die Spur davor: chinesische Medizin und ihr Denken ohne Ursache-Wirkung, dann der Konstruktivismus über die Projektmanagement-Ausbildung.
Drei Jahre Soziologiestudium, ohne Abschluss — die Brille ist geblieben. Becker hat mir das Schreiben beigebracht, Latour das Verfolgen von Netzwerken; Komplexitätsforschung ist die aktuelle Spur. Aus den Büchern gewachsen, darum ohne Sterne: das Regal ist die Wertung.
Acht Jahre Schulstoff in einem Jahr, neben dem Job — die Studienberechtigungsprüfung geht nur mit System, und „Getting Things Done" hat es geliefert. Das zweite Mal war das Startup: zu wenig Zeit für zu viel.
Am Ende der XAL-Jahre kam die Stoa, über die Hörbücher — Marc Aurel steht in meiner Rangliste ganz oben, gleich neben Tolstoi. Zweitausend Jahre alt und näher an GTD, als beide Seiten zugeben würden. Auch aus den Büchern gewachsen — ohne Sterne.
Woran ich denke, wenn niemand eine Deadline setzt.
KI — privat & überall
Seit 2023 viel mit KI unterwegs, beruflich wie privat —
vom Prompt bis zur Frage, was die Modelle mit unserer
Arbeit machen.
Systemtheorie
Mit Gareis’ „Happy Projects!“ hat mein Interesse für die
Systemtheorie angefangen. Das war auch der ausschlaggebende
Grund, BWL zu inskribieren — und später zu Soziologie zu
wechseln.
ANT ist eine soziologische Herangehensweise, die beschreibt,
wie Akteure — menschliche und nicht-menschliche — miteinander
verbunden sind und sich gegenseitig beeinflussen.
„The Web That Has No Weaver“ hat mir viel über das ganzheitliche
Denken asiatischer Theorien gezeigt. TCM und Feng Shui
funktionieren gut ohne unser Ursache-Wirkungs-Denken.
Ich bin nicht, was ich lese. Aber was jemand liest, sagt viel über ihn aus.
Also habe ich versucht zu rekonstruieren, welche Bücher mich beeinflusst haben — gedruckt und gehört, seit der Schulzeit. Und dann die Frage gestellt, die sich erst stellt, wenn alle nebeneinanderliegen: welches Buch hat für seine Seiten am meisten hergegeben?
Soziologie
Philosophie & Stoa
Management
Film & Drehbuch
Systemisch denken
Psychologie
Daten & Technik
Literatur & Biografie
Waagrecht von dick nach dünn, senkrecht von leise nach wirksam,
Farbe ist das Genre. Rechts oben stehen die
Stars — viel Wirkung, wenig Seiten.
Gezeichnet mit
ggpbi.
Dieselben Bücher, waagrecht das Jahr statt der Dicke: Drehbuch
vor 2003, Konstruktivismus um 2010, Stoa nach 2020.
Rechts oben
Wenig Seiten, viel Wirkung — 27 Bücher unter 379 Seiten ab „prägend“ aufwärts.
Mixing Humans and Nonhumans Together: The Sociology of a Door-Closer Bruno Latour13
Doing Gender Candace West, Don H. Zimmerman27
The Long and the Short of It Les Binet, Peter Field80
Die Kürze des Lebens Lucius Annaeus Seneca90
Poetik Aristoteles110
Die Kunst der Filmregie David Mamet112
Anleitung zum Unglücklichsein Paul Watzlawick140
Rebalancing Society Henry Mintzberg150
Wie wir uns erfinden. Eine Autobiographie des radikalen Konstruktivismus Heinz von Foerster, Ernst von Glasersfeld170
Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners Heinz von Foerster, Bernhard Pörksen170
Bedtime Stories for Managers Henry Mintzberg200
Die Kunst des professionellen Schreibens Howard S. Becker200
Das Verschwinden der Kindheit Neil Postman200
The Obstacle Is the Way Ryan Holiday210
How Brands Grow Byron Sharp230
Selbstbetrachtungen Marc Aurel250
Scrum: The Art of Doing Twice the Work in Half the Time Jeff Sutherland, J. J. Sutherland250
Getting Things Done David Allen267
Stillness Is the Key Ryan Holiday270
Drehbuchschreiben Syd Field280
Der Baum der Erkenntnis Humberto R. Maturana, Francisco J. Varela280
Der Witz und seine Beziehung zum Unbewußten Sigmund Freud280
Die große Verführung Robert Levine300
Reassembling the Social Bruno Latour300
Managing Henry Mintzberg304
The Mind Map Book Tony Buzan, Barry Buzan320
The Lean Startup Eric Ries340
Links oben
Dieselbe Wirkung, deutlich mehr Zeit.
Krieg und Frieden Leo Tolstoi1250
Steve Jobs Walter Isaacson656
Die Traumdeutung Sigmund Freud600
Happy Projects! Roland Gareis590
Das große Buch der chinesischen Medizin Ted J. Kaptchuk550
Thinking, Fast and Slow Daniel Kahneman500
Story Robert McKee466
Scale Geoffrey West448
Mintzberg on Management Henry Mintzberg420
Learn You a Haskell for Great Good! Miran Lipovača400
Immer theoriegeleitet: begonnen mit der US-Drehbuchtheorie, die auf Aristoteles’ Poetik aufbaut — dann Systemtheorie und Asiatisches, dann Akteur-Netzwerk-Theorie, Mintzberg, zuletzt Komplexitätsforschung. Der Mix passt überall, wo Menschen durch Artefakte verbunden sind. Hier die Reise — Überspringen erlaubt.
Storytelling
Die Drehbuchbücher kamen vor den Filmen, nicht mit ihnen: Field, McKee, Aristoteles, Mamet, Freuds „Witz“ — alle vor dem Präsenzdienst 2003. Erst gelesen, dann gedreht. Fünf Jahre Film waren die Übung dazu.
Das dickste Buch in dieser Spalte ist keines übers Schreiben: „Krieg und Frieden“. Tolstoi zeigt auf 1.250 Seiten, wie man hundert Figuren führt, ohne eine einzige zu verlieren.
Heute brauche ich das Handwerk für etwas anderes: einen Bericht so zu bauen, dass jemand ihn versteht — und im besten Fall behält. Ein Dashboard ist auch eine Geschichte, nur kürzer.
Stationen
Systems Analyst | Product Engineering & Product Management, Founder — Forgetit.io, Soziologiestudium, Gründungsgarage — Konzipierung einer iOS-App („Forget it!“), Studienberechtigungsprüfung, MHS Ferdinandeum (Musikhauptschule), BORG Hasnerplatz, Informatikzweig
Bücher
Krieg und Frieden, Story, Poetik, Die Kunst der Filmregie, Die Traumdeutung, Der Witz und seine Beziehung zum Unbewußten, Drehbuchschreiben, Roman eines Schicksallosen, Die Kunst des professionellen Schreibens, Kinder brauchen Märchen, David Lynch und seine Filme, Stanley Kubrick und seine Filme, Quentin Tarantino, Mein letzter Seufzer, Bedtime Stories for Managers, Filme schreiben, Grundkurs Filmanalyse, Joel & Ethan Coen, Vom dreifachen Gebrauch des Messers, The Leader's Guide to Storytelling, Lead with a Story, Parenting with a Story, Archetypen, Zhang Yimou und Wong Kar-Wai, The Leader's Guide to Radical Management
Mein erstes Projekt hieß nicht Projekt. Am Filmset heißt es Disposition: dreißig Leute, ein Drehplan, und wenn das Wetter kippt, kippt der ganze Tag mit. Wer das ein paar Jahre macht, kann Projektmanagement, bevor er das Wort benutzt.
Die Theorie kam 2006 nach, zwei Semester systemisches Projektmanagement bei Activity, IPMA Level D. Die Ausbildung hat mir mehr gebracht als das Zertifikat: über sie bin ich beim radikalen Konstruktivismus gelandet, und Gareis' „Happy Projects!“ war der Grund, BWL zu inskribieren. Danach Scrum im Startup, zuletzt die Einführung der EU-Energielabels bei XAL — ein Projekt quer durch die ganze Firma.
Stationen
Systems Analyst | Product Engineering & Product Management, Generalistischer Projektmanager, Founder — Forgetit.io, Regie, Buch & Schnitt — „Zwischen-Pass“ (Kurzspielfilm), Produktionsassistenz — „Menschen & Mächte: Erzherzog Johann“ (Doku, ORF), Produktionsassistenz — „Erlebnis Österreich: Der Schöckel“ (Doku, ORF), Ausstattungspraktikum — „8x45: Bis in den Tod“ (TV-Reihe, ORF), Präsenzdienst — Rettungssanitäter, Requisitenhilfe — „In einem anderen Leben“ (TV-Film, BR), Aufnahmeleitungs-Assistenz — „Wie Schnee hinter Glas“ (Kurzspielfilm), Aufnahmeleitungs-Assistenz — „Shiver: Stehst Du still“ (Musikvideo), Setaufnahmeleitung & Ausstattung — „Jenseits“ (Spielfilm), Setrequisite — „Novotny & Maroudi“ (TV-Serie, ORF), Aufnahmeleitungs-Assistenz — „Oneline Life: Play Hard Go Pro“ (Doku), Professional Scrum Master I, Setrequisite — „8x45: Bis in den Tod“ (TV-Reihe, ORF), Set Decorator — „Heile Welt“ (Kurzspielfilm), Setrequisite — „Oben Ohne“ (TV-Serie, ORF), Produktionssupport
Bücher
Projektmanagement, Scrum: The Art of Doing Twice the Work in Half the Time, Happy Projects!, The Lean Startup
Am meisten gelernt habe ich während der Studienberechtigungsprüfung: ein Jahr lang neben dem Job den Stoff von acht Jahren Gymnasium. Das geht nur mit einem System — meines kam damals aus „Getting Things Done“.
Das zweite Mal in der Startup-Zeit, aus demselben Grund: zu wenig Zeit für zu viel. Und am Ende der XAL-Jahre kam die Stoa dazu, über die Hörbücher — Marc Aurels „Selbstbetrachtungen“ steht in meiner Rangliste ganz oben, gleich neben Tolstoi. Zweitausend Jahre alt und näher an GTD, als beide Seiten zugeben würden.
Selbstbetrachtungen, Getting Things Done, Stillness Is the Key, Ego Is the Enemy, The Mind Map Book, The Obstacle Is the Way, Philosophie der Stoa, Ein glückliches Leben, Die Kürze des Lebens, Die Gemütsruhe, The Power of Habit, Deep Work, Anleitung zum Unglücklichsein, Die Kunst, sich selbst zu managen
In der Gründungsgarage haben wir eine App konzipiert, die niemand bestellt hatte. Das ist die schnellste Marketingschule, die ich kenne: wenn keiner kauft, hilft keine Theorie.
Aus der App wurde Forgetit, aus Forgetit zwei Jahre Gründerdasein. Heute sitze ich auf der anderen Seite des Tisches: bei Neuroth baue ich Datenmodelle aus der Perspektive des Marketings — dieselben Fragen, nur beantworte ich sie jetzt mit Daten statt mit Bauchgefühl.
Stationen
Gründungsgarage — Konzipierung einer iOS-App („Forget it!“), Founder — Forgetit.io, Data Analyst, Soziologiestudium, Betriebswirtschaft (erste drei Semester), BORG Hasnerplatz, Informatikzweig
Bücher
How Brands Grow, The Long and the Short of It, Steve Jobs, Die große Verführung, Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, The Lean Startup, Käuferverhalten
Kommt fast vollständig aus dem Studium: die Vorlesungen und die Übungen dazu, später das, was der Beruf gebraucht hat.
Ein Feld, in dem ich ziemlich genau weiß, wo meine Grenze liegt — und das ist mir lieber als ein Feld, in dem ich es nicht weiß. Kahneman und Silver habe ich erst viel später gelesen, als Einordnung, nicht als Grundlage.
Stationen
Soziologiestudium, Studienberechtigungsprüfung, Systems Analyst | Product Engineering & Product Management, Betriebswirtschaft (erste drei Semester), Data Analyst
Bücher
Thinking, Fast and Slow, The Signal and the Noise, Statistik
Soziologie & Systemtheorie
Angefangen hat es mit einem Türschließer. Latour beschreibt auf dreizehn Seiten, wie ein Stück Metall die Arbeit eines Portiers übernimmt — danach war Soziologie für mich kein Studienfach mehr, sondern eine Brille.
Die Spur davor: Kaptchuks Buch über die chinesische Medizin, noch vor dem Bundesheer. TCM funktioniert ohne unser Ursache-Wirkungs-Denken — mein erster Kontakt mit ganzheitlichem Denken. Über die Projektmanagement-Ausbildung kam dann der radikale Konstruktivismus dazu: Foerster, Maturana, Watzlawick.
Studiert habe ich Soziologie von 2011 bis 2014, ohne Abschluss — die Brille ist geblieben. Becker hat mir beigebracht, wie man professionell schreibt, Latour, wie man Netzwerke verfolgt, und West rechnet gerade nach, ob Städte Organismen sind.
Stationen
Soziologiestudium
Bücher
Mixing Humans and Nonhumans Together: The Sociology of a Door-Closer, Das große Buch der chinesischen Medizin, Wie wir uns erfinden. Eine Autobiographie des radikalen Konstruktivismus, Der Baum der Erkenntnis, Art Worlds, Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners, Reassembling the Social, Das Verschwinden der Kindheit, Die Traumdeutung, Der Witz und seine Beziehung zum Unbewußten, Scale, Die Kunst des professionellen Schreibens, Einführung in den Konstruktivismus, Doing Gender, Thinking, Fast and Slow, Happy Projects!, Die große Verführung, The Tragedy of Great Power Politics, Das Design der Gesellschaft, Soziologie, Rebalancing Society, Anleitung zum Unglücklichsein, Maps of Meaning, 12 Rules for Life, Das Prinzip Verantwortung, Archetypen, Urban Assemblages, Beratung ohne Ratschlag
Im BWL-Studium stand ich vor einer Lücke: zwischen dem, was im Wöhe steht, und dem, was in einer Firma tatsächlich passiert. Der Wöhe hat tausend Seiten, und die Lücke erklärt er nicht.
Mintzberg habe ich 2018 genau deshalb gelesen — er beschreibt Management so, wie es aussieht, wenn man zuschaut, nicht wie es im Lehrbuch aussehen sollte. Davor hatte ich mich im Übergang vom Startup zu XAL in die Organisationsentwicklung eingelesen.
Gerade lese ich mich in die Komplexitätsforschung ein. Wests „Scale“ war heuer im Frühling dran: Skalierungsgesetze, die für Organismen, Städte und Firmen gleichermaßen gelten. Edge of Chaos in Organisationen — das ist die Frage, die mich im Moment nicht loslässt.
Stationen
Systems Analyst | Product Engineering & Product Management, Soziologiestudium, Betriebswirtschaft (erste drei Semester), Studienberechtigungsprüfung, Requisitenhilfe — „In einem anderen Leben“ (TV-Film, BR), Lehrlingsausbilder
Bücher
Managing, Mintzberg on Management, Scale, Einstein, Benjamin Franklin: An American Life, Elon Musk, Steve Jobs, The Essential Drucker, Bedtime Stories for Managers, Abenteuer Change Management, Die fünf entscheidenden Fragen des Managements, Rebalancing Society, Der Fürst, Die Kunst des Krieges. Der Klassiker der Konfliktstrategie, Grundlagen des Managements, Beratung ohne Ratschlag, Die Kunst, sich selbst zu managen, The Leader's Guide to Radical Management
Die theoretische Fundierung waren drei Übungen im Soziologiestudium. Klingt nach wenig, war aber genau das Richtige: Daten aufbereiten, auswerten, darstellen — an echten Fragen, nicht an Übungsbeispielen.
Alles andere kam bei der Arbeit dazu. Seit 2016 täglich: Sternschemata, DAX, SSAS-Modelle, Berichtsdesign — acht Jahre XAL, jetzt Neuroth und Supernova. Der Zweck von allem: Datenmodelle, die Zusammenhänge sichtbar machen. Die Bücher decken dieses Feld kaum ab; was ich über Power BI weiß, kommt aus dem Tun und aus dem Netz, allen voran Guy in a Cube.
Ein Buch ragt heraus: Wilkinsons „The Grammar of Graphics“. Daraus ist ggpbi geworden — mein eigenes Visual, unten bei den Projekten.
Stationen
Systems Analyst | Product Engineering & Product Management, Data Analyst, Soziologiestudium, Data Warehouse Specialist
Bücher
Learn You a Haskell for Great Good!, The Grammar of Graphics, The Signal and the Noise, (Fast) Alles einfach erklärt
YouTube
YouTube — Power BI, Fabric & Daten 2024, YouTube — Power BI, Fabric & Daten 2025, YouTube — Power BI, Fabric & Daten 2023, YouTube — Power BI, Fabric & Daten 2026
Das jüngste Feld und das einzige ohne ein einziges Buch — es gibt keines, das schnell genug wäre.
Was ich weiß, kommt aus dem täglichen Gebrauch: bei der Arbeit, privat, überall. Dazu YouTube, und zwar auffällig anders als bei Power BI: dort ein Kanal mit dreiundachtzig Videos, hier viele Kanäle mit je zwei, drei. So sieht Lernen aus, wenn sich ein Feld noch nicht gesetzt hat — man abonniert nicht, man beobachtet.
Stationen
Systems Analyst | Product Engineering & Product Management, Data Analyst, KI — privat & überall, Data Warehouse Specialist
YouTube
YouTube — KI & Entwicklung 2026, YouTube — KI & Entwicklung 2025, YouTube — KI & Entwicklung 2024
Wo es gerade hingeht: Komplexitätsforschung. Wests „Scale“ habe ich heuer im Frühling gelesen — Skalierungsgesetze, die für Organismen, Städte und Firmen gleichermaßen gelten. Eine Maus, eine Stadt und ein Konzern folgen denselben Kurven, nur mit anderen Exponenten.
Was mich packt, ist der Edge of Chaos in Organisationen: die Zone zwischen Ordnung und Chaos, in der ein System am anpassungsfähigsten ist. Zu viel Ordnung, und nichts bewegt sich. Zu viel Chaos, und nichts hält.
Hier laufen die Fäden von oben zusammen: die Systemtheorie aus der Soziologie, Mintzbergs Blick auf Organisationen — und die Daten, mit denen man so etwas eines Tages messen könnte. Vielleicht ist das die nächste Phase. Die Bücher dazu sammeln sich schon.
ggpbi ist ein quelloffenes Power-BI-Visual, das die Grammar of
Graphics aus ggplot2 nach Power BI bringt — in
TypeScript und D3, ohne R- oder Python-Laufzeit.
Power BI kennt eine feste Liste von Diagrammtypen. Wer etwas
anderes braucht, greift zu R- oder Python-Visuals — die
brauchen eine installierte Laufzeit und liefern am Ende ein Bild:
kein Cross-Filtering, keine nativen Tooltips.
ggpbi geht den anderen Weg. Es bringt die Grammatik von ggplot2
nach Power BI — Felder werden Aesthetics zugeordnet,
Geome als Ebenen gestapelt — aber als natives
TypeScript/D3-Visual. Keine Laufzeit, kein R, kein Python. Es
rendert so schnell wie ein eingebautes Visual und läuft im
Power BI Service.
Drei ggpbi-Visuals in einem Bericht, auf dem Iris-Datensatz:
Streuplot, Dichtekurven je Art, Boxplots. Cross-Filtering und
Tooltips wie bei jedem eingebauten Visual — kein R, kein
Python, keine Laufzeit.
Gebaut wird so ein Bericht, indem man Felder in die Wells zieht;
die Format Pane schreibt daraus die ggpbi-Kette.
Und umgekehrt: seit Version 0.5
ist die Code-Ansicht ein echter Editor, auf Wunsch mit
vim-Modus. Was man dort ändert, schreibt sich in den
Pane zurück — Editor und Pane sind zwei
Türen in denselben Raum. Der Editor spricht drei Sprachen: die
ggpbi-Kette, ggplot2 in R, und ggpbir, das JSON-Format des
Berichts.
Und außerhalb von Power BI
ggpbi ist am Ende ein ES-Modul mit D3 darunter — Power BI
ist einer der Orte, an denen es läuft, nicht der einzige.
Beide Diagramme auf dieser Seite sind damit
gezeichnet: die Stunden oben bei den
Kenntnissen und die Bücher-Matrix.
Und zwar wirklich damit — der Code darunter ist genau der,
der sie zeichnet, kein vereinfachtes Beispiel. Geladen wird die
Bibliothek erst, wenn die Seite steht; bis dahin steht ein SVG da,
und es bleibt stehen, falls etwas nicht klappt.
Zwei Diagramme, dieselbe Kette. Leere Labels lässt ggpbi weg
— deshalb steht der Titel nur bei den fünfzehn
wichtigsten Büchern, und repel schiebt sie
auseinander, bis keines mehr das andere verdeckt.
Was drin ist
Geome: point, line, bar, col, area, text, boxplot,
violin, histogram, density, smooth (lm, loess, gleitender
Mittelwert), segment, pointrange, dazu die Referenzlinien hline,
vline und abline.
Grammatik: Aesthetics (x, y, color, fill, size,
shape, alpha, group, label), Positionen (identity, stack, dodge,
fill, jitter), Skalen (linear, log, sqrt, Zeit, Kategorie) mit
Zahlen- und Datumsformaten nach Gebietsschema, Facetten nach Zeile
und Spalte, Hervorhebung im Stil von gghighlight.
Power BI nativ: Cross-Filtering per Klick,
native Tooltips, Kontextmenü, Report-Themes, Hochkontrast-Modus
und Stil-Vorlagen.
Zwei Felder genügen für den Anfang: eines nach X, eines nach
Y. ggpbi wählt das Geom nach den Skalentypen — Zahl und
Zahl geben einen Streuplot, Kategorie und Zahl ein
Balkendiagramm, Datum und Zahl eine Linie, eine Zahl allein ein
Histogramm.
Stand: Version 0.5.0 — rund 16.000 Zeilen TypeScript in
51 Modulen, 67 Testdateien. Noch nicht auf AppSource, die
Installation läuft über den Dateiimport in Power BI
Desktop.
Denselben Kern — Skalen, Achsen, Label-Engine — habe
ich nach Elm portiert, um zu sehen, was von der Grammatik uebrig
bleibt, wenn der Compiler jede Luecke anmerkt. Die Charts auf
dieser Seite sind die TypeScript-Fassung.